Das Konzept

Präambel

  • Unsere Schule soll ein Ort sein, an dem es allen Beteiligten Freude macht, in einer entspannten, vertrauensvollen, friedlichen und wertschätzenden Atmosphäre entsprechend ihren Möglichkeiten zu lernen und etwas zu leisten.
  • Die Vermittlung von sozialen, kognitiven, methodischen, musischen und kreativen Kompetenzen und Fertigkeiten auf der Grundlage des Lehrplans und der Bildungsstandards bilden die Grundlage.
  • Weitere Bausteine sind die Leitlinien:
    - SchülerInnen, Eltern und Lehrkräfte gestalten aktiv die Schule in gemeinsamer Verantwortung.
    - Jede/r lernt nach individuellen Möglichkeiten und Lernen macht Freude.
    - Lernen ist ein ganzheitlicher Prozess.
    - Alle identifizieren sich mit den Zielen, Regeln und Ideen der Schule.
    - Konflikte werden gewaltfrei und konstruktiv gelöst.
    - Wir akzeptieren einander und gehen höflich miteinander um.
    - Wir entwickeln Einfühlungsvermögen füreinander.

Unsere Bausteine

 

1.) Individuelles Fördern und Fordern                                                                                        

im differenzierten Unterricht - in der flexiblen Eingangsphase - in der Startergruppe (vgl. unten) - im Förderunterricht - im Forderunterricht - im DAZ-Unterricht - in Werkstätten - in vielfältigen Arbeitsgemeinschaften - in Kursen am Nachmittag, bei besonderen Angeboten (vgl. Kurs Heft) mit Hilfe der Schulsozialarbeit - in Zusammenarbeit mit den Netzwerkern.

 

Die Startergruppe:

 

In den Startergruppen treffen sich einmal am Tag einige Kinder aus allen ersten Klassen, um in einer kleineren Lerngruppe, in einem etwas langsameren Lerntempo, mit viel persönlicher Hilfestellung und differenziertem Material den Unterrichtsstoff zu bearbeiten. Dies gilt für die Fächer Deutsch und Mathematik.

  • Wer lernt in der Startergruppe?
    Kinder, die aus den unterschiedlichsten Gründen Probleme haben, den Lernstoff in der großen Klasse zu bewältigen.

  • Wie lange bleibt ein Kind in der Startergruppe?
    Die Verweildauer und der Eintrittszeitpunkt sind unterschiedlich. Beides wird sehr flexibel - nach der Lernausgangslage und den individuellen Lernmöglichkeiten - gehandhabt.

  • Sind die Kinder immer in beiden Fächern in der Startergruppe:
    Einige Kinder lernen in beiden Fächern in der Startergruppe. Es gibt aber auch SchülerInnen, die nur in einem Bereich Förderung benötigen und dementsprechend auch nur in Deutsch oder in Mathematik in der Kleingruppe lernen.

  • Ist der Anschluss zum Lernen in der Stammklasse gewährleistet?
    Ja, die Lehrkräfte der Stammklassen und der Startergruppen bereiten im Team die Unterrichtseinheiten vor, sodass in der Startergruppe der gleiche Lernstoff durchgenommen wird wie in der Stammklasse. Der Unterricht in der Startergruppe findet zeitgleich mit dem Deutsch- und Mathematikunterricht in der Stammklasse statt.                                                                 

2.)  Jahrgangsübergreifender Unterricht bei ”Offenen Türen"

Jede erste Klasse bildet mit einer zweiten Klasse eine Partnerklasse. In diesen beiden Klassen findet in je einer Wochenstunde Deutsch und in einer Wochenstunde Mathematik der Unterricht bei geöffneten Türen statt.

  • Wer nimmt an welchem Unterricht teil?
    Gemeinsam mit der Lehrkraft entscheiden die Kinder nach einer "Schnupperzeit" welches Lernangebot für sie passend ist.
  • Bleibt die wechselnde Lerngruppe konstant?
    Auch hier wird sehr individuell gearbeitet. Einige Kinder benötigen z.B. nur eine kurze Motivations- oder Wiederholungsphase in der niedrigeren Klassenstufe, andere wollen für einige Stunden den "schweren Unterrichtsstoff" ausprobieren; wieder andere Kinder bleiben aber auch konstant während der offenen Türen in den "Partnerlerngruppen".                           
  • Welche Lernvorteile bietet der Unterricht der "Offenen Türen"?
    Er erhöht die Durchlässigkeit und Flexibilität in den Klassenstufen 1 und 2. Ein Überspringen, ein vertiefendes Üben, ein Verweilen, Lernerfolgserlebnisse, Lernmotivation etc. werden so in unkomplizierter, unauffälliger Form ermöglicht.

3.) Demokratie von Anfang an

Wir üben und praktizieren demokratisches und verantwortungsbewusstes Verhalten und Miteinander 

- im Klassenrat - in der Kinderkonferenz - durch die Ausbildung zum Streitschlichter - durch verschiedene Projekte wie z.B.: "die Nette Woche" - mit Hilfe der Schulsozialarbeit – 


4.) Gemeinsam zum Ziel

Mit verschiedenen Netzwerkpartnern versuchen wir unsere pädagogischen Ziele umzusetzen. Dazu gehört/en:

- der Schulträger - engagierte Eltern - ein effektiv arbeitender Schulelternbeirat und ein engagierter Schulverein - Schulbegleiter und Erzieherinnen – das DAZ-Zentrum, in Kindertagesstätten, Vereine, die Volkshochschule – die Polizei – die Kirche...


5.) Eine Schule zum Wohlfühlen

Alle an der Schule Beteiligten verbringen ganz viel „Tageszeit“ in der Schule. Diese Lebensumwelt wollen wir uns alle wohlfühlen.

  • Wir wünschen uns (Auszüge aus einer SchülerInnenumfrage):
     - dass die Kinder sich nicht streiten. - dass die Schule schön sauber bleibt. - dass die Kinder nicht immer im Unterricht stören. - dass es einen Schokoladen-Automaten gibt. - dass es einen Spieleabend gibt. - dass alle Viertklässler ein Patenkind bekommen. - dass sich alle Kinder in der Schule wohl fühlen. - dass alle Kinder der Schule gesund bleiben. - dass der Lehrer oder die Lehrerin gesund bleibt. - dass die Lehrer so nett bleiben.

6.) Unsere Schulordnung

- ich bin ein Mitglied einer Gruppe. Es geht nicht nur nach meinen Wünschen. - Ich störe andere nicht! - Ich befolge ein NEIN/ ein STOPP! - Ich tue anderen nicht weh, auch nicht mit Worten! - Ich mache nichts kaputt und nehme anderen nichts weg! - Ich halte mich an die Aussage der Lehrkräfte und des Schulpersonals! - Ich komme pünktlich zum Unterricht! - Das Schulgebäude und den Schulhof halte ich sauber und beschädige nichts! - Ich tobe und renne nicht im Schulgebäude! - Wir tragen alle füreinander die Verantwortung!

 

Und in der Klasse gilt:

Ich höre zu, wenn andere reden!

Ich melde mich, wenn ich etwas sagen möchte und warte ab, bis ich drankomme!

Ich habe meine Arbeitsmaterialien und meine Hausaufgaben dabei!

Ich grenze niemanden aus, der sich an unsere Regeln hält!


7.) Einheitliche Maßnahmen bei Nichtbeachtung der Schulregeln

Nicht immer werden alle Schulregeln befolgt. Gemeinsam mit Eltern, Schülern, Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften versuchen wir für diesen Fall Lösungen zu finden.

  • hier unterstützen Fortbildungsveranstaltungen
  • zwei Lehrkräfte als Experten für Erziehungsfragen
  • pädagogische Konferenzen
  • eine enge Zusammenarbeit mit den ErzieherInnen, den Schulsozialarbeitern und anderen Netzwerkpartnern
  • Runde Tische
  • Zusammenarbeit mit Netzwerkpartnern

8.) Weitere Bausteine

Das Wohlfühlambiente wird durch mehrere Bausteine umgesetzt.

  • Rhythmisierte Events: Zirkus Zaretti, Trommelzauber, Eine-Welt-Tag, Projekttage, Nette Woche
  • Optische Gestaltung: Ein schöner Schulhof
  • Identifizierung mit der Schule: Schullied, Schultextilien, Schullogo
  • Gemeinsame Unternehmungen: Ausflüge, Klassenfahren, Kreismeisterschaften, Laufwunder

Früher, da war manches anders!

  • Die Grundschule Heidberg hat sich auf den Weg gemacht die neuen Aufgaben anzunehmen, zu prüfen und sowohl gestalterisch als auch pragmatisch und vielleicht zusätzlich ein wenig visionär damit umzugehen!
  • Neue Unterrichtswege und neue pädagogische Konzepte zu denken und auszuprobieren!
  • Eine lebendige Schule zu sein/ zu werden, in der Kinder entsprechend ihrer Möglichkeiten gefördert werden, in der effektiv gelernt und sich wohlgefühlt wird, in der alle an der Schule Beteiligten zum Wohle der Kinder Hand in Hand arbeiten.